Sanierung dank 15.000-Euro-Zuschuss aus Braunschweig: Diakonissenmutterhaus weiht seine Orgel wieder ein
Das volle Klangpotenzial einer Orgel entfaltet sich dem Zuhörer mitunter erst, wenn so ein Instrument nach langer Zeit mal wieder generalüberholt wurde. So war das jetzt auch bei der Emil-Hammer-Orgel in der Bugenhagenkapelle des Diakonissenmutterhauses im Bad Harzburger Krodotal. Dank einer größeren Spende ist sie wieder im neuen Klang zu hören.
Die letzte Grundreinigung jenes Instruments war Anfang der 90er Jahre erfolgt. Nun wurde über einen Zeitraum von etwa dreieinhalb Wochen erneut jede einzelne der 820 Pfeifen ausgebaut und gereinigt, in der Windanlage wurde das Leder erneuert und anschließend wurde alles wieder zusammengebaut, klanglich geprüft und die Orgel zum Schluss noch einmal gestimmt. Zwei der insgesamt zwölf Register haben jetzt neue Klangfarben.
Das Instrument höre sich jetzt „ein bisschen runder und fülliger an“, beschreibt Georg Schloetmann von der Firma Emil Hammer Orgelbau aus Hemmingen, die mit der Sanierung betraut wurde. Oder, wie Mutterhaus-Pfarrer Detlev Hanke feststellt: „schärfer.“ Einen Eindruck davon konnten Interessierte jetzt bei der Wiedereinweihung sammeln, die mit einem Konzert einherging. Propsteikantor Karsten Krüger spielte Werke der Klassik, unter anderem von Bach. Zur Vorbereitung hatte er sich viele Stunden lang am generalüberholten Instrument eingespielt. Pfarrer Hanke hielt eine kurze Andacht. Übertragen wurde das Ganze wie immer auch in die Zimmer der Heimbewohner.
Investiert in die Orgelsanierung wurden rund 27.000 Euro, 15.000 Euro davon hat die Hans und Helga Eckensberger-Stiftung übernommen. Nur dadurch konnte die Sanierung noch vor dem 175. Geburtstag des Mutterhauses abgeschlossen werden. Das sei der größte Wunsch der verantwortlichen gewesen, sagte Hanke.
Es ist uns eine Freude, wenn wir den Wunsch erfüllen konnten“, entgegnete Dr. Wilhelm Koller, Vorstandsvorsitzender der Eckensberger-Stiftung, der gemeinsam mit dem Stiftungsbüro-Leiter Karsten Kröger einen symbolischen Scheck zum Konzert mitgebracht hatte. „Schön, dass alles so gut funktioniert hat und das Projekt im Zeitplan geblieben ist.“
Für das Mutterhaus war die Sanierungsphase eine entbehrungsreiche Zeit. Schließlich werde die Orgel, die eher zu den kleineren gehört, dort nahezu täglich gespielt, anders als wohl in den meisten anderen Kirchen und Kapellen, sagte Hanke und zeigte sich dankbar gegenüber der Stiftung: „Wir sind schwer beeindruckt von einem solch großen Zuschuss und freuen uns riesig.“
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